Swiss Lotto – Jetzt Krachts
Der Regisseur Tobi Fueter kam mit einem gewagten Konzept auf mich zu: Ein altes Auto, das mitten auf einer Zürcher Strasse von einem neuen Auto zerquetscht wird – eingefangen mit einem organischen, handgeführten Kameragefühl.
Um diese Herausforderung zu meistern, entwarfen wir einen mehrstufigen Plan:
- Der Aufbau: Wir filmten die Handlung vor dem Crash vor Ort mit einer beweglichen Kamera.
- Der Übergang: Wir nutzten eine Person, die vor der Linse vorbeiging, als natürlichen, versteckten Schnitt, um zu einer feststehenden Kameraeinstellung überzugehen.
- Die Reaktionen: Diese feststehende Position ermöglichte es uns, praktische Elemente, die Reaktionen der Schauspieler und die Trümmer vor Ort sicher einzufangen.
Den eigentlichen Crash drehten wir am selben Tag auf einem Schrottplatz ausserhalb von Zürich. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, passten wir den feststehenden Kamerawinkel an und warteten darauf, dass die Sonne genau dieselbe Position einnahm wie bei den Aufnahmen am Morgen. Aus Sicherheits- und Kontrollgründen wurden das Zerkleinern des alten Autos und die Landung des neuen Autos als separate praktische Aufnahmen gedreht.
Als Absicherung erstellte ich in der Postproduktion eine exakte digitale Nachbildung des Peugeots. Glücklicherweise zahlte sich die sorgfältige Planung aus – vor der Kamera passte alles perfekt zusammen, und die CG-Sicherung wurde gar nicht benötigt. Die endgültige Komposition gelang makellos.
- Rolle: VFX- & CG-Supervisor, CG-Künstler
- Grösse des CGI-Teams: 3 CG-Künstler
- Kerntechnologien: Houdini, Cinema 4D, After Effects



